„Ich habe mich gesegnet“

Mutiger Rettungseinsatz
„Ich habe mich gesegnet“
Baggerfahrer Hubert Schilles erzählt von seinem Gottvertrauen

Ehrlich: Gerade ist mal wieder kein geeigneter Zeitpunkt, um fröhlich-lustige Texte zu posten. Die Bilder und Nachrichten aus den Überflutungsgebieten erschüttern uns schwer.

Darum möchte ich heute eine ganz kleine Hoffnungsgeschichte erzählen. Die von Baggerfahrer und Unternehmer Hubert Schilles, 68 Jahre alt, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Chef von 57 Angestellten. An der Steinbachtalsperre, die lange Zeit überzulaufen drohte, war der Auslauf verstopft. Eine 18 Meter hohe Wand, möglicherweise nicht mehr ganz zuverlässig, hielt unvorstellbare Mengen Wasser zurück. Und ganz unten musste er hin mit seinem Bagger. Den Auslauf befreien. Das hätte sehr leicht schief gehen können – ohne eine Chance, sich zu retten, falls der Damm brechen sollte.

Dem 68jährigen Firmeninhaber war klar, dass dieser Auftrag Chefsache ist – das wollte er niemandem anders zumuten. Geholfen hat ihm, so sagt er, sein Gottvertrauen:

„Wissen Sie, ich bin ein gläubiger Mensch. Ich habe mich zwei Mal gesegnet als ich runter gefahren bin. ,Du Herr, musst wissen, was passiert`, habe ich gesagt. Und ich hatte keine Sekunde Angst.“

Respekt vor diesem Vertrauen. Vor diesem Mut. Danke, Herr Schilles. Gott segne Sie.
 

weitere Blogs

Die Situation für queere Menschen hat sich weltweit verschlimmert. Auch in Europa haben wir es mit einer strukturellen und zunehmenden Queerfeindlichkeit zu tun. Die Kirchen dürfen hier nicht schweigen, fordert Christian Höller.
Morgen ist der 1.April. Traditionellerweise ein Tag, an dem man sich gegenseitig Streiche spielt. Eine schöne, spaßige Idee, aber ich hab noch eine bessere :-)

Kirchenansicht bei Nacht in der Wiener Votivkirche
Ein berührender und atmosphärisch beeindruckender queerer Kreuzweg mit persönlichen Geschichten, Musik, Tanz und Gebet fand in der Wiener Votivkirche statt. Ein Bericht von Katharina Payk.