O du fröhliche Gurkenzeit

O du fröhliche Gurkenzeit

Haben Sie schon Ihren Weihnachtsbaum geschmückt? Wenn ja, haben Sie ja sicher auch schon eine Gurke daran gehängt. So, wie wir das hier in Deutschland seit Jahrhunderten machen. Welch ein Spaß für die ganze Familie: Die Kinderschar versammelt sich um den Baum, und das Kind, welches die Gurke zuerst entdeckt, erhält ein kleines Geschenk.

Was? Sie kennen diese Tradition nicht? Nun ja – das könnte daran liegen, dass Sie nicht in Amerika wohnen. Dort sind, so das Tagesschau-"Schlusslicht" von heute, viele US-Bürger davon überzeugt, dies sei eine zutiefst deutsche Tradition. Welch ein fantastisches Geschäftsmodell: Einfach irgend eine abstruse Geschichte aus dem Land erzählen, in dem alle Menschen in Lederhosen oder Dirndl herumlaufen, täglich abends in den Bierzelten versumpfen und dazu Blasmusik hören. So sind wir Deutschen beliebt. Eine Gurke am Baum? Ja, warum nicht? Wenn's doch eine deutsche Tradition ist, dann kaufen wir auch eine. Übrigens: Sogar echt von einer Firma in Deutschland hergestellt.

Aber, so die Tagesschau weiter, so ganz erfunden ist die Sache wohl nicht – offenbar hat es vor langer Zeit wirklich mal Gurken am Baum gegeben (wie lange gibt es eigentlich den Baum schon?) Und eigentlich ist es doch eine ganz nette Sache.

Vielleicht sollten wir das auch einführen. Ist schließlich eine echt US-amerikanische Tradition, so wie Halloween.

Von daher: Ihnen allen eine frohe Gurkenzeit!

weitere Blogs

Die Situation für queere Menschen hat sich weltweit verschlimmert. Auch in Europa haben wir es mit einer strukturellen und zunehmenden Queerfeindlichkeit zu tun. Die Kirchen dürfen hier nicht schweigen, fordert Christian Höller.
Morgen ist der 1.April. Traditionellerweise ein Tag, an dem man sich gegenseitig Streiche spielt. Eine schöne, spaßige Idee, aber ich hab noch eine bessere :-)

Kirchenansicht bei Nacht in der Wiener Votivkirche
Ein berührender und atmosphärisch beeindruckender queerer Kreuzweg mit persönlichen Geschichten, Musik, Tanz und Gebet fand in der Wiener Votivkirche statt. Ein Bericht von Katharina Payk.