der perfekte Song

der perfekte Song

Heute wird Paul Simon 70 Jahre alt. Meiner Meinung nach einer der begnadetsten Musiker seit Johann Sebastian Bach – aber natürlich kann man über Geschmack streiten. Was ihn aber vor manchen anderen auszeichnet: Er ist immer auf der Suche geblieben. Hat Neues ausprobiert. Sich mit anderen Musikrichtungen auseinandergesetzt, „Weltmusik“ geschrieben.

„Suche nach dem perfekten Song“ titelt unsere Lokalzeitung heute in einem leider nicht online zugänglichen Artikel. Ich glaube, besser kann man sein musikalisches Wirken nicht zusammenfassen. Auf Twitter waren wir uns heute ziemlich einig, dass „Me & Julio Down By the Schoolyard“ dem schon ziemlich nahe kommt – auch wenn es keiner der ganz großen Hits ist, die er zusammen mit Art Garfunkel hatte: Sound of Silence etwa, Bridge over Troubled Water oder – leilalei – The Boxer, an jedem Lagerfeuer zu haben.

Was das Ganze mit „Stilvoll Glauben“ zu tun hat? Das hat einen ziemlich weihnachtlichen Grund, auch auf die Gefahr hin, dass die Weihnachtsartikelfrequenz in diesem Blog (Ha! Gemerkt? Ich habe die Frage nach „der“ oder „das“ Blog geschickt umschifft!) für Anfang Oktober unerträglich hoch wird. Denn der Artikel endet mit der Frage, was denn für Paul Simon ein perfekter Song sei. Und irgendwie hat er mit der Antwort schon Recht, auch wenn wir ihn vielleicht langsam nicht mehr hören können. Ein perfekter Song ist eben einer, den die Leute immer wieder spielen und singen. Der hineinpasst in die Situation, in der er gesungen wird. Der die Leute anrührt, Stimmung verbreitet und Hoffnung. Kurz: Es ist – für Paul Simon – Stille Nacht. 

weitere Blogs

Die Situation für queere Menschen hat sich weltweit verschlimmert. Auch in Europa haben wir es mit einer strukturellen und zunehmenden Queerfeindlichkeit zu tun. Die Kirchen dürfen hier nicht schweigen, fordert Christian Höller.
Morgen ist der 1.April. Traditionellerweise ein Tag, an dem man sich gegenseitig Streiche spielt. Eine schöne, spaßige Idee, aber ich hab noch eine bessere :-)

Kirchenansicht bei Nacht in der Wiener Votivkirche
Ein berührender und atmosphärisch beeindruckender queerer Kreuzweg mit persönlichen Geschichten, Musik, Tanz und Gebet fand in der Wiener Votivkirche statt. Ein Bericht von Katharina Payk.