Verhandlung zur Klima-Klage gegen RWE fortgesetzt

Verhandlung zur Klima-Klage gegen RWE fortgesetzt

Hamm (epd). Die mündliche Verhandlung im Rechtsstreit zwischen dem peruanischen Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya und dem Energiekonzern RWE ist am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Hamm fortgesetzt worden. An dem zweiten Verhandlungstag sollten die vom Gericht bestellten Sachverständigen zu Gefahren für das Haus des Klägers durch eine Flutwelle oder Schlammlawine weiter befragt werden. Die zwei Sachverständigen sind ein Geowissenschaftler und Statiker sowie ein Experte für alpine Naturgefahren.

Bei dem Rechtsstreit geht es um die Frage, inwieweit der Kläger und seine Familie von einer möglichen Flutwelle aufgrund des stark angewachsenen Gletschersees Palcacocha in Peru bedroht sind. Der Kläger macht das Energie-Unternehmen mit Sitz in Essen wegen des Betriebs von Kohlekraftwerken für den Klimawandel mitverantwortlich. Der Bauer will erreichen, dass RWE sich an den Kosten für Schutzmaßnahmen vor der Erderwärmung in seiner Heimat beteiligt. Eine Entscheidung wird laut Gericht voraussichtlich erst zu einem späteren Termin erfolgen.