Tafel-Chefin plädiert für bedingungsloses Grundeinkommen

Tafel-Chefin plädiert für bedingungsloses Grundeinkommen

Berlin (epd). Die Gründerin und Vorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth, hat zum Kampf gegen eine zunehmende soziale Ungleichheit in der Gesellschaft aufgerufen. Es sei eine Binsenweisheit, dass die Schere zwischen „oben“ und „unten“ immer weiter auseinandergehe, schrieb Werth in einem Gastbeitrag für den Berliner „Tagesspiegel“ (Freitag). Nötig seien gerechtere Einkommensverhältnisse, die die Teilhabe an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ermöglichen.

Werth schlug vor, sich entweder „auf das Experiment 'Bedingungsloses Grundeinkommen'“ einzulassen oder dafür zu sorgen, „dass reiche Menschen in unserem Land stärker zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen“. Eine Absenkung der Mehrwertsteuer sei dagegen vor allem „ein Geschenk für Menschen, die sich ihren Einkauf leisten können“. Für arme Menschen seien die dadurch erzielten Einsparungen sehr gering.