UN besorgt über eskalierende humanitäre Krise in Ost-Kongo

UN besorgt über eskalierende humanitäre Krise in Ost-Kongo

Genf (epd). Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR ist besorgt über die sich verschärfende humanitäre Krise im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Rund 350.000 Binnenvertriebene in den Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu hätten nach der Gewalteskalation zwischen Milizionären und der Armee keine feste Bleibe, erklärte das UNHCR am Freitag in Genf.

Ihre Notunterkünfte seien durch schweren Artilleriebeschuss und Plünderungen zerstört worden. Zudem hätten Helfer keinen oder nur mangelhaften Zugang zu den Bedürftigen, somit könnte dringend benötigte humanitäre Güter nicht geliefert werden. Die Vertriebenen in Goma, der Provinzhauptstadt von Nord-Kivu, seien auch von der Zunahme der Kriminalität betroffen.

Unterdessen berichtete die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, dass die Kampfhandlungen nachgelassen hätten. Die Miliz M23 kontrolliere Teile der Region. Ärzte ohne Grenzen forderte, dass Binnenflüchtlinge nur freiwillig in ihre Heimatregionen zurückkehren dürften.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo kämpfen Armee und zahlreiche Rebellengruppen seit Jahren um die Macht und die Kontrolle über die Bodenschätze. Das Nachbarland Ruanda schürt die Gewalt und unterstützt die M23.