Heidelberg (epd). Mehr als drei Viertel der Deutschen wollen einer Umfrage zufolge keine E-Zigaretten oder Tabakerhitzer in Nichtraucherbereichen. Daher sollten diese Produkte dort verboten und dies so in die Nichtraucherschutzgesetze aufgenommen werden, forderte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) am Mittwoch in Heidelberg anlässlich der 20. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle. Ein Verbot von E-Zigaretten und Tabakerhitzer gebe es bislang nur im hessischen Nichtraucherschutzgesetz.
Im Auftrag des DKFZ hatte das Marktforschungsunternehmen Kantar im Juli 2022 mehr als 1.000 Personen in ganz Deutschland repräsentativ befragt. Danach wünschen sich 77 Prozent der 14- bis 93-Jährigen, dass der Gebrauch von E-Zigaretten und Tabakerhitzern in Nichtraucherschutzbereichen verboten wird.
Am höchsten sei die Zustimmung mit 81 Prozent unter Raucherinnen und Rauchern. Menschen, die niemals geraucht hätten, befürworteten ein solches Verbot zu 78 Prozent. Sogar 66 Prozent E-Zigaretten-Nutzer hätten sich für eine Ausweitung der Nichtraucherschutzgesetze auf diese Produkte ausgesprochen, so die Mitteilung weiter.
Mit dem Aerosol von E-Zigaretten und Tabakerhitzern gelangen den Angaben zufolge gesundheitsgefährdende Substanzen in die Raumluft. Daher empfehle auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), weder E-Zigaretten noch Tabakerhitzer in Innenräumen und Nichtraucherbereichen zu verwenden.