Regensburg (epd). Die bundesweite Aktion Dreikönigssingen 2022 ist am Donnerstag in Regensburg eröffnet worden. Vier Mädchen in Gewändern wie aus dem Morgenland liefen zum Auftakt über die Steinerne Brücke. Das neben dem Dom bedeutendste mittelalterliche Wahrzeichen der Welterbestadt leuchtete an diesem regnerischen Tag in bunten Farben. Dies sei ein „sehr besonderer Tag für Regensburg“, sagte der katholische Bischof Rudolf Voderholzer.
Auch wenn pandemiebedingt der Auftakt in kleinerem Umfang gefeiert werde, so sei es doch „ein wichtiges Zeichen, dass Kinder und Jugendliche den Brückenschlag auf der Steinernen Brücke machen und den Segen in die Häuser bringen“. Die Aktion Dreikönigssingen ist laut Voderholzer die „größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit“.
Eigentlich sollte die Aktion mit 240 Sternsingern aus allen deutschen Bistümern eröffnet werden. Pandemiebedingt durften nur acht Sternsingergruppen mit 32 Mädchen und Jungen die bundesweite Eröffnung in Regensburg mitfeiern. Trotz der besonderen Bedingungen sei die Stimmung gut, sagte der Präsident des Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Pfarrer Dirk Bingener. Er sei froh, dass die Kinder und Jugendlichen trotz der Pandemie je nach Bundesland von Haus zu Haus gehen könnten: „Wir freuen uns auf eine sichere und kreative Aktion.“
In einem Gottesdienst im Regensburger Dom erhielten die Sternsinger selbst einen Segen und wurden ausgesendet, diesen zu den Menschen zu bringen. Den ersten traditionellen Segen „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) brachten sie am Historischen Rathaus an.
Rund um den Jahreswechsel sammeln die Sternsinger dann bundesweit Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt. Wegen der Corona-Pandemie läuft das Dreikönigssingen 2022 bis zum 2. Februar und damit länger als sonst. Das Motto der 64. Aktion Dreikönigssingen lautet „Gesund werden - gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Die Sternsinger wollen dabei auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam machen.