Mannheim (epd). Die ältere Generation möchte drängende gesellschaftliche Aufgaben stärker mitgestalten. Das ist die zentrale Botschaft der „Mannheimer Erklärung“, die die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen mit ihren 121 Mitgliedsverbänden am Donnerstag beim 14. Deutschen Seniorentag in Mannheim veröffentlicht hat.
Unter dem Motto „Worauf es ankommt“ richtet sich die Erklärung an Politik und Gesellschaft. Die Verbände fordern, die Kompetenzen und Ressourcen der Älteren für die Lösung der anstehenden Aufgaben stärker in den Blick zu nehmen, ein differenziertes, zeitgemäßes Bild vom Alter zu fördern sowie Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken. „In unserer Gesellschaft dominiert das Leitbild des leistungsfähigen, fitten, flexiblen und jederzeit verfügbaren Menschen. Dadurch geraten wir Älteren unter Druck.“
Konkret fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, das Wort „Lebensalter“ in Artikel 3 des Grundgesetzes (Gleichheit vor dem Gesetz) aufzunehmen. Zu den Erwartungen der Älteren an die Politik gehört auch, eine bezahlbare, professionelle Pflege sicherzustellen und die Digitalisierung nutzerfreundlich, sicher und für alle zugänglich zu gestalten sowie das Recht auf ein analoges Leben zu erhalten.