Deutscher Wetterdienst warnt vor trockenen Böden

Deutscher Wetterdienst warnt vor trockenen Böden

Offenbach (epd). Der Deutsche Wetterdienst hat für den März 2025 nur 21 Prozent der Niederschläge gemessen, die es in der Periode zwischen 1991 und 2020 gab. Damit sei er der sechsttrockenste März seit 1881 gewesen, teilte der DWD am Mittwoch in Offenbach mit. Vor allem im norddeutschen Binnenland sei die Bodenfeuchte „markant unter die für die Jahreszeit üblichen Werte“ gesunken. In Bayern und Brandenburg wiederum sei wegen der geringen Niederschläge kürzlich die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen worden.

Eine seltene Entwicklung zeigen den Angaben zufolge die aktuellen Modellberechnungen für Osteuropa. Die Forschenden des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) machten deutlich, dass die dort im vergangenen Sommer ausgetrockneten Böden durch den extrem trockenen Winter nicht regenerieren konnten. Betroffen seien vor allem Regionen in Polen, Belarus und der Ukraine, die zu den weltweit produktivsten Getreidestandorten gehören und als Kornkammern Europas bezeichnet werden. Dort sei die Wahrscheinlichkeit für ein Dürrejahr hoch.

Der DWD sagt bis Mitte April für fast ganz Deutschland eine starke Tendenz für trockenere Böden voraus, mit Ausnahme des südlichen Bayerns. Bis Ende April und Anfang Mai werde sich diese Entwicklung voraussichtlich etwas abschwächen und auf Nord- und Westdeutschland fokussieren, heißt es in der Mitteilung.