Bonn (epd). Angesichts der Situation im Nahen Osten rufen die deutschen Bischöfe zur Unterstützung der Christen im Heiligen Land auf. „Die anhaltende Gewalt und die fehlende Aussicht auf einen gerechten Frieden sind weltweit eine Herausforderung“, erklärte die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Montag mit Blick auf die diesjährige Palmsonntagskollekte am 13. April. Damit würden Projekte und Initiativen des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und der Franziskaner im Heiligen Land unterstützt, auch im Bereich der Versöhnungsarbeit.
Die Palmsonntagskollekte 2025 steht unter dem Motto „Schritt für Schritt. Aufeinander zugehen“, hieß es weiter: „Insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 haben Terror und Krieg dort vielen Menschen den Tod gebracht; Angst und Hass machen ein Zusammenleben unmöglich. Die Gräben scheinen unüberbrückbar, jede Perspektive auf Dialog und Verständigung scheint utopisch.“
Dennoch gebe es Menschen, die aufeinander zugingen und dabei religiöse, ethnische und nationale Grenzen überwänden, heißt es im Aufruf der Bischöfe: „Es sind Christen, Juden und Muslime, die sich trotz aller Widerstände als Brückenbauer für Verständigung und Versöhnung engagieren.“
Der Augsburger Bischof Bertram Meier, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, sprach von einer nach wie vor „höchst angespannten Situation im gesamten Nahen Osten“ und verwies auf den brüchigen Waffenstillstand zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas. „Beten wir für den Frieden und setzen wir ein Zeichen sichtbarer Solidarität mit den Christinnen und Christen in der Region.“