Berlin (epd). Vor der Bildung einer neuen Bundesregierung hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) eine neue Vertreterin in Berlin benannt. Wie das UNHCR am Dienstag mitteilte, übernimmt Katharina Thote das Amt als Repräsentantin in Deutschland und folgt damit Katharina Lumpp, die das Amt 2021 übernommen hatte und jetzt den Angaben zufolge in den Irak wechselt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, auch wenn ich mir der Herausforderung auch vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten bewusst bin“, sagte Thote.
Deutschland sei „ein enorm wichtiger Partner, nicht nur als großes Aufnahmeland und wichtiger finanzieller Unterstützer der weltweiten Arbeit von UNHCR“, erklärte Thote, die zuletzt für das UNHCR in Genf arbeitete. Die Bundesrepublik habe vor allem politisches Gewicht in Europa und der Welt. „Die internationale Gemeinschaft und dabei vor allem andere Aufnahmeländer verfolgen mit Interesse, wie Deutschland mit den Herausforderungen von großen Zahlen von Flüchtlingen umgeht“, sagte sie. Die Migrations- und Asylpolitik wird absehbar ein großes Thema der angestrebten Gespräche zwischen Union und SPD für eine rot-schwarze Regierungskoalition werden.
Das UNHCR verteidigt die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention. Für die Länder ist das Hilfswerk auch ganz praktisch Partner etwa bei Resettlement-Programmen, bei denen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge gezielt in sichere Aufnahmestaaten gebracht werden.