Berlin (epd). Berlin verfügt aktuell über knapp 45.300 Plätze für Geflüchtete in 128 Unterkünften, von denen knapp 41.400 Plätze belegt und rund 3.900 verfügbar sind. Knapp 3.170 Personen - Asylbewerber und Geflüchtete aus der Ukraine, die kein Asylverfahren durchlaufen müssen - sind aktuell in angemieteten Hostels oder Hotels untergebracht. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Sozialverwaltung auf eine Anfrage der Berliner Grünen-Fraktion hervor.
Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) verfüge über vier spezialisierte Unterkünfte, unter anderem für alleinerziehende Mütter mit ihren minderjährigen Kindern und allein reisende Frauen. Für LSBTIQ-Personen (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle, Queers) gebe es 31 gesonderte Plätze in einer Aufnahmeeinrichtung und 75 Plätze in einer Gemeinschaftsunterkunft. Darüber hinaus betreibe das Landesamt noch eine Gemeinschaftsunterkunft für besonders schutzbedürftige Personen.
Die durchschnittliche Verweildauer Geflüchteter im Ukraine-Ankunftszentrum im früheren Flughafen Tegel lag Ende 2024 demnach bei 173 Tagen. Ein halbes Jahr zuvor waren es 258 Tage. 536 Asylbewerber fanden zudem 2024 über das Senatsprogramm „Wohnen für Flüchtlinge“ eine Wohnung. Insgesamt konnten 266 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften vermittelt werden.