WHO: Mittelkürzungen bedrohen das Leben von Müttern weltweit

WHO: Mittelkürzungen bedrohen das Leben von Müttern weltweit

Genf (epd). Gekürzte internationale Hilfszahlungen drohen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Fortschritte im Kampf gegen die Müttersterblichkeit zunichtezumachen. Die Länder müssten weiter in das Überleben von Frauen während der Geburt investieren, forderte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

Anlässlich des Weltgesundheitstages hielt Tedros fest, dass zwischen 2000 und 2023 die Müttersterblichkeit um 40 Prozent gesunken sei. 2023 seien aber immer noch schätzungsweise 260.000 Frauen aufgrund von Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gestorben.

Durch die Mittelkürzungen seien Länder gezwungen, lebenswichtige Leistungen für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern zurückzufahren. Die Kürzungen hätten zur Schließung von Einrichtungen und zum Verlust von Gesundheitspersonal geführt und gleichzeitig die Versorgungsketten für lebensrettende Hilfsmittel und Medikamente unterbrochen.

US-Präsident Donald Trump hatte im Januar alle US-Hilfsprogramme im Ausland für eine 90-tägige Überprüfung ausgesetzt. Zudem schaffte Trump die humanitären Programme der Hilfsagentur USAID ab. Auch andere Regierungen kürzten ihre Zahlungen für humanitäre Programme weltweit.

Der Weltgesundheitstag am 7. April erinnert an die Gründung der WHO im Jahr 1948. In diesem Jahr wird an dem Tag die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen thematisiert.