Garnisonkirche: Stiftung beantragt Stundung von Schulden

Garnisonkirche: Stiftung beantragt Stundung von Schulden

Berlin, Potsdam (epd). Nach der Eröffnung des neuen Potsdamer Garnisonkirchturms mit Aussichtsplattform im Sommer 2024 kann die Trägerstiftung die kirchlichen Baukredite nicht wie geplant zurückzahlen. Die Stiftung habe eine weitere Stundung der Rückzahlung der 3,25 Millionen Euro umfassenden Darlehen bis 2028 beantragt, sagte der Finanzdezernent der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hartmut Fritz, am Samstag bei der Synodentagung in Berlin. Zugleich sei um institutionelle Förderung durch die Landeskirche gebeten worden.

Fritz sagte, die Anträge würden derzeit geprüft. Die erste Rückzahlungsrate für das Darlehen der Landeskirche sei eigentlich 2024 fällig gewesen. Deren Rückzahlung sei bereits bis Ende April 2025 gestundet worden.

Der mehr als 40 Millionen Euro teure neue Garnisonkirchturm war im vergangenen August eröffnet worden. Mehr als 20 Millionen Euro davon wurden mit Bundesmittel finanziert. Fünf Millionen Euro wurden als kirchliche Darlehen gewährt, darunter 1,5 Millionen Euro von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das Bauwerk ist derzeit knapp 60 Meter hoch. Bis 2027 soll noch die rund 30 Meter hohe Turmhaube errichtet und auf den Turm gesetzt werden.

Zu Fragen des weiteren Umgangs mit dem Gelände des früheren Kirchenschiffs der Garnisonkirche und dem als Kunst- und Kreativzentrum genutzten benachbarten DDR-Bau sagte Martin Vogel vom Vorstand der Garnisonkirchenstiftung, das Kuratorium werde sich im April erneut damit befassen. Bei der Klärung der Fragen zum Kreativzentrum stehe vor allem die Stadt in der Verantwortung.