Scholz stellt sich gegen Angriffe auf Diversität und Inklusion

Scholz stellt sich gegen Angriffe auf Diversität und Inklusion

Berlin (epd). Der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich hinter den Einsatz für mehr Diversität, Teilhabe und Inklusion gestellt. Diese Werte würden „zunehmend infrage gestellt, sogar angegriffen“, sagte er am Mittwoch bei der Eröffnung des Weltgipfels für die Rechte von Menschen mit Behinderungen („Global Disability Summit“) in Berlin. „Wir werden das nicht zulassen.“

„Inklusion ist ein grundlegendes Menschenrecht“, betonte Scholz in seiner auf Englisch gehaltenen Rede. Echte Gleichberechtigung sei aber weiterhin „eine globale Herausforderung“, räumte er ein. „Obwohl es in den vergangenen Jahren Fortschritte gab, sind Menschen mit Behinderungen weiterhin mit systematischer Benachteiligung konfrontiert.“ Das gelte beispielsweise für Bildung, Arbeitswelt, Gesundheitsversorgung und Politik. „Die Herausforderungen sind enorm.“

Bei sämtlichen Bemühungen, die Lage zu verbessern, sei es von zentraler Bedeutung, auf die Betroffenen selbst zu hören, sagte Scholz. Inklusion sei „nicht nur ein Akt der Menschlichkeit“, sondern auch „in unserem wirtschaftlichen Interesse und unsere demokratische Pflicht“.

Bei dem zweitägigen Gipfel in Berlin sollen konkrete Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht werden. Angemeldet sind mehr als 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 100 Ländern, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen.