Mehr junge Menschen an rechts motivierten Straftaten beteiligt

Mehr junge Menschen an rechts motivierten Straftaten beteiligt

Dresden (epd). In Sachsen ist die politisch motivierte Kriminalität drastisch angestiegen. Im vergangenen Jahr seien in diesem Bereich 8.009 Fälle gezählt worden, sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) am Dienstag bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalitätsstatistik in Dresden. Darunter seien 3.281 Propagandadelikte. Im Vorjahr 2023 waren es noch 5.745 politisch motivierte Straftaten.

Besonders hoch ist laut Innenministerium der Anstieg rechts motivierter Kriminalität. Mit 4.216 Delikten liegt die Zahl deutlich über der von 2023. Damals wurden 2.704 Fälle registriert. Die Zahl links motivierter Taten stieg von 1.089 auf 1.395.

Zu den Tatverdächtigen bei der politisch motivierten Kriminalität zählen demnach immer mehr Kinder, Jugendliche und Heranwachsende. Einen sprunghaften Anstieg gibt es bei Jugendlichen: Waren es 2023 noch 510 Tatverdächtige in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen, wurden 2024 mit 1.001 fast doppelt so viele Beteiligte registriert. Bei den Kindern unter 14 Jahren stieg die Zahl von 94 auf 166. Dagegen sank die Zahl der beteiligten Erwachsenen von 3.242 auf 2.524.

Rechts motivierte Gewalttaten stiegen laut Innenministerium von 75 auf 124 an, links motivierte Gewalttaten seien von 199 auf 100 gesunken.

Auch insgesamt seien immer mehr Kinder und Jugendliche an Straftaten beteiligt. Neben Gewaltdelikten seien dies vor allem Ladendiebstähle, hieß es. Die Kriminalitätsstatistik der Behörden listet für das Jahr 2024 in Sachsen 297.985 Straftaten auf, etwas mehr als 2023 (296.421 Delikte).