Berlin (epd). Gegen eine Neonazi-Demonstration durch den Berliner Stadtteil Friedrichshain hat es am Samstag zahlreiche Proteste gegeben. Wie ein Polizeisprecher am Nachmittag sagte, wurde ein Aufzug von rund 850 Rechtsextremisten auf der Hauptstraße neben dem Bahnhof Ostkreuz durch Sitzblockaden am Start zeitweilig gehindert. Zudem sei es schon zu Beginn zu mehreren vorübergehenden Festnahmen gekommen, unter anderem wegen verbotener nationalsozialistischer Kennzeichen, einem Heil-Hitler-Gruß und Verstößen gegen das Vermummungsverbot.
Entlang der geplanten Aufzugsroute der Rechtsextremisten waren zahlreiche Gegenproteste mit insgesamt mehr als 2.000 Menschen angemeldet. Die Gegenproteste bildeten dabei ein breites gesellschaftliches Spektrum ab. Neben Organisationen wie den „Omas gegen Rechts“ oder „Gerade denken“ hatten auch mehrere Privatpersonen Demonstrationen angemeldet. Der Berliner Bezirk Friedrichshain ist für seine linksalternative Szene bekannt.
Die Neonazis wollten von 13 Uhr bis 18.30 Uhr unter dem Motto „Für Recht und Ordnung, gegen Linksextremismus und politisch motivierte Gewalt“ marschieren. Zum Auftakt sollte die rechtsextreme Band „Kategorie C“ spielen.