Genf (epd). Millionen ukrainische Kinder haben laut den UN seit der umfassenden Invasion Russlands unermessliches Leid erlitten. Tod, Verletzungen und Familientrennungen gehörten zu ihrem Alltag, heißt es in einem neuen Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, der am Freitag in Genf erschien.
Die Rechte der Kinder seien in allen Lebensbereichen untergraben worden. Das habe tiefe Narben hinterlassen, sowohl physisch als auch psychosozial, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.
Zwischen dem 24. Februar 2022, dem Beginn der russischen Großoffensive, und dem 31. Dezember 2024 wurden den Angaben zufolge 669 Kinder getötet und weitere 1.833 verletzt, viele davon durch den massiven Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten. Die tatsächlichen Zahlen seien wahrscheinlich viel höher.
Weite Teile der Ukraine seien heute mit Landminen und explosiven Kriegsresten übersät, die das Leben und die Sicherheit von Kindern langfristig gefährdeten. Im Dezember 2024 seien schätzungsweise mehr als 2,4 Millionen Mädchen und Jungen auf der Flucht innerhalb und außerhalb der Ukraine gewesen. Viele von ihnen seien von einem Elternteil, in der Regel dem Vater, getrennt gewesen.