"Parsifal" und "Schneekönigin" in der Semperoper

"Parsifal" und "Schneekönigin" in der Semperoper

Dresden (epd). Die Semperoper Dresden setzt in der neuen Spielzeit auf traditionelle Werke und auf zeitgenössisches Musiktheater. „Wir wollen den gesamten Klangreichtum unseres Lebens auf die Bühne bringen“, sagte Semperoper-Intendantin Nora Schmid am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Spielzeit in Dresden. Themen seien auch die Suche nach der eigenen Identität und die Suche nach Erlösung. Zwölf Premieren sind in der Spielzeit 2025/2026 vorgesehen. Dazu kommen laut Schmid 29 weitere Werke aus dem Repertoire.

Geplant sind unter anderem Neuproduktionen von Giuseppe Verdis (1813-1901) Oper „Falstaff“ und von Richard Wagners (1813-1883) Meisterwerk „Parsifal“. Auf dem Spielplan steht erstmals in Dresden die Oper „The Snow Queen“ des 72-jährigen dänischen Komponisten Hans Abrahamsen. Sie lasse das zugrunde liegende Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen (1805-1875) in einem ganz neuen Licht erscheinen, hieß es. Das Werk wurde 2019 in Kopenhagen uraufgeführt. Es ist Abrahamsens erste Oper.

Zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 zeigt die Semperoper erstmals den Stummfilm „Die Stadt ohne Juden“ aus dem Jahr 1924. Begleitet wird das Werk des österreichischen Regisseurs Hans Karl Breslauer (1888-1965) von Livemusik der österreichischen Gegenwartskomponistin Olga Neuwirth. Mit Georg Friedrich Händels (1685-1759) Oratorium „Saul“ kommt zudem eine Produktion des Musiktheaters an der Wien in einer Inszenierung von Claus Guth nach Dresden.