Berlin (epd). Der Wert der genehmigten Rüstungsexporte ist im ersten Quartal dieses Jahres deutlich gesunken. Nach vorläufigen Zahlen wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2025 Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro erteilt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums 2024, als Genehmigungen im Umfang von 5,2 Milliarden Euro erteilt wurden.
Es wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres Kriegswaffen im Wert von rund 846 Millionen Euro und sonstige Rüstungsgüter wie Fahrzeuge oder Navigationstechnik im Wert von rund 621 Millionen Euro exportiert. Das meiste Kriegsgerät ging erneut an die Ukraine, für die Rüstungsexporte im Wert von rund 573 Millionen Euro genehmigt wurden - das entspricht etwa 39 Prozent des Gesamtwertes.
Rund 1,18 Milliarden Euro und damit fast 80 Prozent des Gesamtwerts entfielen dem Wirtschaftsministerium zufolge auf Ausfuhren in EU-, Nato- und der Nato gleichgestellte Länder, die Republik Korea und Singapur sowie auf Exporte zur Unterstützung der Ukraine. Etwa 20 Prozent (rund 291 Millionen Euro) entfielen auf sonstige Drittländer.
Zu den Ländern, die im ersten Quartal die höchsten Werte deutscher Rüstungsgüter importierten, gehören neben der Ukraine auch Katar, Estland, Slowakei, Schweden und die Schweiz. Auffällig ist ein starker Anstieg der Exporte nach Katar, deren Wert von 97 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf rund 166 Millionen Euro gestiegen ist.
Die Kleinwaffenexporte haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast halbiert. Im ersten Quartal 2025 wurden Genehmigungen im Wert von rund 17 Millionen Euro erteilt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 28,2 Millionen Euro. Von den 17 Millionen entfielen 8,9 Millionen Euro auf EU-, Nato der Nato gleichgestellte Länder, während nahezu alle Exporte an Drittländer (rund 8,2 Millionen Euro) für die Ukraine bestimmt waren.