Hamburg (epd). Migration bleibt die größte Sorge der Deutschen. Das zeigt die aktuelle Erhebung der Ipsos-Studie „What Worries the World“, die monatlich in 29 Ländern durchgeführt wird, wie das Meinungsforschungsinstitut am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Das Thema bereitet demnach 41 Prozent der Deutschen Sorgen, auch wenn es seit Februar um 3 Prozentpunkte an Bedeutung verloren hat. Stark gestiegen ist dagegen die Angst vor militärischen Konflikten - um elf Prozentpunkte auf 27 Prozent. Es ist aktuell die fünftgrößte Sorge der Deutschen.
An zweiter Stelle der größten Sorgen der Deutschen steht laut Ipsos-Studie wieder die Angst vor Armut und sozialer Ungleichheit (33 Prozent), die im Vergleich zum Vormonat um drei Prozentpunkte gestiegen ist. Das Thema Kriminalität und Gewalt sank um fünf Prozentpunkte auf 31 Prozent, das Thema Inflation um vier Prozentpunkte auf 27 Prozent.
Dass es mit Deutschland wieder aufwärts geht, glauben 21 Prozent der Bundesbürger. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Februar. Die wirtschaftliche Lage halten 74 Prozent der Deutschen für schlecht - ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat.
Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland bei der Sorge um Zuwanderung knapp hinter Chile (44 Prozent) auf Platz zwei, mit einigem Abstand folgen andere europäische Länder wie Großbritannien (32 Prozent) und Frankreich (27 Prozent) sowie die USA (25 Prozent).
Wie in Deutschland ist auch bei den europäischen Nachbarn die Angst vor militärischen Konflikten gestiegen: In Polen ist diese Sorge mit 32 Prozent am größten, es folgen Schweden (27 Prozent), Niederlande (25 Prozent) und Frankreich (15 Prozent).
Für die Online-Umfrage wurden zwischen 21. Februar und 7. März 25.231 Personen in 29 Ländern befragt. In Deutschland umfasste die Stichprobe rund 1.000 Personen und gilt als repräsentativ.